Integrierte Leitstelle Ludwigshafen in der Metropolregion Rhein-Neckar (Stand März 2015)

Die vorletzte der insgesamt acht in Rheinland-Pfalz geplanten Leitstellen soll auf dem Gelände der Ludwigshafener Hauptfeuerwache am Kaiserwörthdamm entstehen. 
Die Integrierte Leitstelle in Ludwigshafen ist dann zuständig für die Städte FrankenthalLudwigshafen am Rhein, Neustadt an der Weinstraße und Speyer sowie für den Rheinpfalzkreis und den Landkreis Bad Dürkheim.Erstalamierung und Einsatzkoordination in der Region Vorderpfalz mit ihren knapp 600.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehen dann von der Leitstelle in Ludwigshafen aus.

Umfassendes Aufgabenfeld in der Chemiestadt rund um die Uhr

"Das Personal der Integrierten Leitstelle besteht aus Mitarbeitern, die im Schichtdienst arbeiten und rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr Dienst leisten. Das Team setzt sich zusammen aus Disponenten der jetzigen Rettungsleitstelle und aus dem Personal der Feuerwehrleitstelle. Das Aufgabengebiet reicht vom Annehmen des Notrufs 112 und von Hilfeersuchen aller Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsbereich, der Entgegennahme aller Brandmeldeanlagen im Einsatzgebiet bis zur Regelung und Koordinierung der Einsätze des Rettungsdienstes. Zudem unterstützt die Leitstelle die Führung der Feuerwehreinsatzzentralen und ist Alarmierungsstelle zur Erst- und Nachalarmierung von Einheiten und Einrichtungen anderer Hilfsorganisationen", umreißt Feuerwehrchef Peter Friedrich nur einige Anforderungen an die Leitstelle. Hinzu kommen außerdem die Funküberwachung für die Kanäle der im Brandschutz, Rettungsdienst, der allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz tätigen Einheiten und Einrichtungen und die Koordinierung bei überregionalen Aufgaben wie Hochwasser, Störfällen etwa im Bereich der chemischen Industrie oder Kernkraftwerken, bei Seuchen, Stromausfall, Evakuierungen oder Schiffsunfällen.

"Die neue Leitstelle ermöglicht den Rettungskräften und Feuerwehren, die Koordination und Effizienz ihrer Einsätze weiter zu steigern“ faßt Branddirektor Friedrich die Zielrichtung zusammen.

Bewilligungsbescheid 2015 - Fertigstellung nach Plan in 2017

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat am Freitag, 13. März 2015, den Bewilligungsbescheid für den Bau der integrierten Leitstelle in Ludwigshafen übergeben. Der Innenminister händigte  den Bescheid an Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Kämmerer Dieter Feid und Branddirektor Peter Friedrich, Leiter der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen, aus. Die integrierte Leitstelle in Ludwigshafen wird künftig für die Städte Frankenthal, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt an der Weinstraße und Speyer sowie den Rhein-Pfalz-Kreis und den Landkreis Bad Dürkheim zuständig sein.

Innenminister Lewentz betonte: "Die Integrierte Leistelle wird einen wichtigen Beitrag für die Innere Sicherheit im Großraum Ludwigshafen leisten. Mit moderner Technik sollen dort in Zukunft die Rettungsdienste sowie der Brand- und Katastrophenschutz noch enger verzahnt koordiniert werden."
"Wir sind sehr erfreut, dass nach mehreren Jahren der Planung jetzt die Umsetzung dieses wichtigen Projektes ansteht und voraussichtlich Ende dieses Jahres der Baubeginn erfolgen kann", erklärte Oberbürgermeisterin Dr. Lohse.

Kämmerer und Feuerwehrdezernent Feid sagte: "Vor dem Hintergrund unserer geographischen Lage und der hohen Zahl ortsansässiger Störfallbetriebe in Ludwigshafen ist die Integrierte Leitstelle ein wichtiger Faktor für die Sicherheit der gesamten Region. Im Ernstfall können wir wertvolle Zeit sparen und schneller helfen."
                          


Die Ausschreibung für den Leitstellenbau soll bis August 2015 erfolgen, die Errichtung des Gebäudes soll im vierten Quartal dieses Jahres beginnen. Mit der Fertigstellung des Baus wird Mitte des Jahres 2017 gerechnet. Bedingt durch eine seinerzeit bevorstehende EU-Entscheidung über eine etwaige Änderung der Vergabe von Dienstleistungskonzessionen für Krankentransporte wurde die Planung der Leitstelle Anfang Juli 2013 unterbrochen. Davor war noch von einem Baubeginn zum Ende des Jahres 2013 ausgegangen worden

Kosten  - Teilung zwischen Land und kommunalen Aufgabenträgern

Von den Kosten für das Gebäude und die erforderliche Technik in Höhe von rund 11,7 Millionen Euro übernimmt das Land mit etwa 6,1 Millionen Euro zirka 52 Prozent der gesamten Investitionssumme, den verbleibenden Kostenanteil übernehmen anteilsweise die an der Leitstelle beteiligten Gebietskörperschaften entsprechend ihrer Einwohnerzahl. Gerundet entfallen davon auf Ludwigshafen 1,6 Millionen Euro, auf den Rhein-Pfalz-Kreis 1,4 Millionen Euro, auf den Landkreis Bad Dürkheim 1,2 Millionen Euro, auf Neustadt 500.000 Euro, auf Speyer 450.000 Euro und Frankenthal auf 420.000 Euro.