Landkreis Altenkirchen (Ww.) 

Lage, Bevölkerung und Entwicklung

Zwischen den Ballungsräumen Köln-Siegen-Frankfurt liegt der Kreis Altenkirchen, die einstige saynische Residenz. Der nördlichste Kreis in Rheinland-Pfalz wurde im Jahr 1816 als Folge des Wiener Kongresses gegründet.

Aufgrund der günstigen Lage vor den Toren der Stadt Siegen im Norden (Nordrhein-Westfahlen) und unmittelbar an der Autobahn A 3 (Köln-Frankfurt) im Süden, ist der Kreis vor allem als Wohnraum beliebt. Parallel zur Autobahn Köln-Frankfurt verläuft die gleichnamige ICE-Trasse.

Der Kreis besteht aus insgesamt 119 Ortsgemeinden. Die Ortsgemeinden verteilen sich wie folgt auf die sieben Verbandsgemeinden: Altenkirchen (42), Betzdorf-Gebhardshain (17), Herdorf- Daaden (10), Flammersfeld (26), Hamm/Sieg (12), Kirchen/Sieg (6) und Wissen (6). Politische und wirtschaftliche Krisen beziehungsweise Neuordnungen hat der Kreis überstanden und ist in seinen äußeren Grenzen seit nunmehr fast 200 Jahren nahezu unverändert geblieben.

Man braucht schon mehr als einen Tag, um den Landkreis Altenkirchen (70 Kilometer Luftlinie von Nord nach Süd) mit unterschiedlichen Landschaften und Menschen näher kennen zu lernen.
Im Lebensqualitätsatlas der Kreise in Deutschland schneidet der Kreis Altenkirchen in puncto Natur und soziale Umwelt überdurchschnittlich gut ab. Das ist kein Wunder: Über 50 Prozent der 642 Quadratkilometer großen Fläche sind Wald, davon 30 Prozent Laubwald.

Während im Norden des Kreises breite, vor Jahrmillionen entstandene Gebirgsbrücken („Giebelwald“ und „Windhahn“) über dem reizvollen Siegtal das Landschaftsbild prägen, sind es im Süden überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen, die im Sommer in verschiedenen Farben ein facettenreiches Bild bieten. Letzteres kann man vom „Raiffeisenturm“ auf dem Beulskopf (389 Meter) genießen. Von dort reicht der wundervolle Panoramablick über das Siebengebirge bis zum Kölner Dom.

Wirtschaft - Geschichte und Gegenwart

Der Kreis Altenkirchen war ursprünglich landwirtschaftlich geprägt. Im Zuge der Industriellen Revolution bestimmte dann der Erzbergbau und bis Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts die hieraus resultierende Montanindustrie das Wirtschaftsleben. Zeugnisse dieser wirtschaftsgeschichtlichen Tradition finden sich in den zahlreichen Heimatmuseen, insbesondere im Bergbaumuseum des Kreises in Herdorf-Sassenroth sowie im Besucherbergwerk Bindweidein Steinebach.

Das Rückgrat der heimischen Wirtschaft bilden heute neben wenigen größeren die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe. Schwerpunktbranchen sind dabei der Maschinenbau sowie die Metall- und Kunststoffverarbeitung. Das produzierende Gewerbe ist mit fast der Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten immer noch Hauptsäule der Wirtschaftskraft im Kreis, wenn auch der Dienstleistungsbereich mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Verkehr

Straßennetz:
Durch die A 4 im Norden, die A 45 im Osten und die A 3 im Süden und Westen ist der Kreis von drei Bundesautobahnen  umrahmt. Ein dichtes Netz an Bundes- und Landstraßen gewährleisten die Zufahrt zu den Autobahnen. Innerhalb des Kreisgebietes sorgt ein gut ausgebautes Kreisstraßennetz von über 400 Kilometern Länge für einen fließenden Verkehr.

Schienennetz:
Die Hauptverkehrsader im Schienenverkehr ist die Siegstrecke Gießen-Köln mit Haltepunkten in Kirchen, Betzdorf, Wissen und weiteren Gemeinden. Im gesamten Kreisgebiet gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS). In Siegburg (Rhein-Siegkreis) und Montabaur (Westerwaldkreis) stehen nahe ICE-Bahnhöfe für Fernreisen zur Verfügung.

Für die Verkehrserschließung innerhalb des Kreises sind die von der Westerwalbahn GmbH betriebene Daadetalbahn von Daaden nach Betzdorf sowie die Hellertalbahn (Betreibergemeinschaft), die von Herdorf nach Dillenburg fährt, wichtig.

Ansprechpartner

Herr Christoph Orthen
02681/81-2340

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