Landkreis Cochem-Zell

Mosel-Eifel-Hunsrück - Drei Landschaften, ein Landkreis.

Das 720 qkm große Kreisgebiet schneidet von Südwesten nach Nordosten das windungsreiche Tal der Mosel, das die zwei weiteren naturräumlichen Haupteinheiten trennt, an denen der Landkreis Anteil hat:
Den Hunsrück im Osten und die Eifel im Norden und Westen. Das Moseltal bildet dabei einen tiefen, streckenweise engen Einschnitt zwischen diesen beiden Mittelgebirgen. Die hierdurch gebildeten Steillagenterrassen bieten den Winzern die Möglichkeit, dort Reben anzubauen, aus denen hervorragende Weine erzeugt werden. Der Gegensatz von weiten Hochflächen und tief darin eingesenkten Moselseitentälern bestimmt den Charakter der Landschaft.

So ragt der Calmont bei Bremm, Europas steilstem Weinberg, 300 m steil aus dem Flussbett hervor. Im Hochpochten, Eifel, erhebt sich über die 400 m hohe Hochfläche die Basaltkuppe des Höchstberges, mit 616 m ü. NN die höchste Erhebung des Landes. Rund 45% der Gesamtfläche des Kreises sind Waldbestand.

Die heutigen Grenzen des Landkreises Cochem-Zell sind ein Ergebnis der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform vom 1969. Während der vormalige Landkreis Cochem in seiner Substanz erhalten blieb, wurden von dem ehemaligen Landkreis Zell der nördliche und mittlere Teil in den neuen Kreis Cochem-Zell eingegliedert.
Der Landkreis gliedert sich heute in die vier Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch, Ulmen und Zell, die wiederum in insgesamt 89 Ortsgemeinden unterteilt sind.

Der Landkreis ist als Aufgabenträger nach dem LBKG für den überörtlichen Brandschutz, die überörtliche Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz zuständig. Mit der Wasserschifffahrtsstrasse Mosel, der Eisenbahnstrecke Koblenz-Trier, der Eifelautobahn A48, den Gewerbe- und Industriegebieten und den teilweise alpinen Wanderwegen im Kreisgebiet, mit all ihren Gefahren, ist das Einsatzspektrum der Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis Cochem-Zell sehr vielseitig. Zu diesem Zweck werden Fahrzeuge und Ausrüstung vorgehalten, um die örtliche Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren zu ergänzen. Die Ausstattungen des Landkreises sind dezentral stationiert. Speziell für die Einsätze mit gefährlichen Stoffen ist ein Gefahrstoffzug mit 2 Gefahrstoffgruppen aufgestellt und ausgerüstet worden. So ist sichergestellt, dass, sofern zwei Gefahrstoffgruppen zusammengezogen werden, ein kompletter Gefahrstoffzug zum Einsatz kommen kann.

In den vier Verbandsgemeinden des Landkreises sind insgesamt 96 örtliche Feuerwehreinheiten mit über 180 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und 2.600 -männern aktiv. Zusätzlich sind im Kreisgebiet über 580 Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren und 78 Kinder in den Bambinifeuerwehren organisiert.

Das Deutsche Rote Kreuz ist mit dem Kreisverband Cochem-Zell und seinen sechs Ortsvereinen Stadt Cochem, Cochem-Land, Treis, Kaisersesch, Ulmen und Zell-Land mit über 550 Aktiven und 180 Jugendlichen im Landkreis vertreten. Mit Unterstützung des DRK setzt der Landkreis Schnelleinsatzgruppen im Sanitäts-, Betreuungs- und Verpflegungsdienst ein. Außerdem hat der Landkreis Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter bestellt. Aufgabe der Leitenden Notärzte und der Organisatorischen Leiter bei größeren Schadenslagen ist die Leitung des medizinischen Bereichs. Sie koordinieren und überwachen alle medizinischen Maßnahmen und sorgen dafür, dass schnellstmöglich eine den notfallmedizinischen Grundsätzen entsprechende Versorgung veranlasst wird.

Das Technische Hilfswerk ist ebenfalls mit den Ortsverbänden Cochem und Zell im Landkreis vertreten.

Der Rettungsdienst wird von der DRK Rettungsdienst Eifel-Mosel-Hunsrück gGmbH getragen, die im Landkreis vier Rettungswachen in Cochem, Kaisersesch, Lutzerath und Zell, sowie einen Notarztstandort in Senheim betreibt.

Die Integrierte Leitstelle Koblenz nimmt unter der Notrufnummer 112 Hilfeersuchen aus den Landkreisen Ahrweiler, Mayen-Koblenz, der Stadt Koblenz sowie dem Landkreis Cochem-Zell entgegen.