Kreisfreie Stadt Mainz

 

 

 

 

Landeshauptstadt Mainz

Die Landeshauptstadt Mainz ist mit ihren 214.237 Einwohnern (Stand: April 2016) zugleich die größte Stadt in Rheinland-Pfalz, die aus 15 Ortsbezirken verteilt auf 97,76 km² besteht. Die Stadt Mainz ist zentral eingebettet in die Rhein-Main-Region und somit ist sie auch aufgrund der zentralen Lage Anziehungspunkt für viele verschiedene Unternehmen. Unter anderem hat der Südwestrundfunks (SWR) und das Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) seinen Sitz in Mainz.

Mit rund 33.000 Studierenden zählt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zu den größten Universitäten Deutschlands. Die Studienangebote der JGU belaufen sich auf insgesamt 242 Angebote in 75 Studienfächern. Ferner lehren und forschen rund 4.360 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der JGU Mainz. Zudem werden von Mainz aus die politischen Geschicke des Landes Rheinland-Pfalz geführt: hier befindet sich der Landtag im sogenannten Mainzer Deutschhaus sowie einige Ministerien im historischen Bleichenviertel. Zugleich ist die Stadt das ganze Jahr über Anziehungspunkt für hunderttausende von Touristen aus dem In- und Ausland. Neben den kulturellen Höhepunkten, wie z. B. dem Mainzer Dom, der Zitadelle Mainz, dem Gutenbergmuseum, gibt es natürlich auch die kulinarischen Höhepunkten, wie z. B. den Riesling, den bereits die Römer vor mehr als 2.000 Jahre in "Moguntiacum" (Mainz) zu schätzen wussten. Die Stadt Mainz gilt zudem als eine der Hochburgen der rheinischen Fastnacht: Von der großen Fastnachtssitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bis hin zur Straßenfastnacht, die im großen Rosenmontagsumzug mündet.

Im Industriegebiet Mainz-Mombach befinden sich zwei Störfallbetriebe, die gefährliche Stoffe lagern. Im Jahr 1980 wurde seitens des Bundes eine Störfallverordnung erlassen, die den Schutz von Mensch und Umwelt im Falle eines unvorgesehenen Schadensereignisses bei Austritt von gefährlichen Stoffen aus technischen Anlagen regelt. Innerhalb der Notfallpläne seitens der Stadt und des Unternehmens werden Maßnahmen für solche Schadensereignisse geplant und beübt.

 

Feuerwehr Mainz

Die Feuerwehr der Stadt Mainz gliedert sich in eine Berufsfeuerwehr an zwei Standorten und elf Freiwillige Feuerwehren mit je einer Jugendfeuerwehr.Die Feuerwache 1 (Hauptfeuerwache) der Berufsfeuerwehr befindet sich in Mainz-Bretzenheim, Jakob-Leischner-Straße 11; die Feuerwache 2 liegt in Mainz-Neustadt, Kaiser-Karl-Ring 38.

Die Stadteile

  • Bretzenheim
  • Drais
  • Ebersheim
  • Finthen
  • Gonsenheim
  • Hechtsheim
  • Laubenheim
  • Marienborn
  • Mombach
  • Stadt-Mitte
  • Weisenau

verfügen jeweils über ein Gerätehaus für die Einheiten ihrer Freiwilligen Feuerwehr.

Hauptschwerpunkte der Feuerwehr Mainz sind neben dem klassischen Feuerwehrgeschäft - dem Löschen von Bränden oder der Hilfe bei Verkehrsunfällen - auch die Aus- und Weiterbildung von Feuerwehrangehörigen und die Wartung und Instandsetzung von Fahrzeug- und Gerätetechnik.

Darüber hinaus nimmt die Berufsfeuerwehr weitere Aufgaben im Katastrophenschutz und beim Betrieb einer überörtlichen Leitstelle wahr. Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen, wie das Beraten von Bauherrn und Architekten, das Begutachten von Bauplänen, das Durchführen von Gefahrverhütungsschauen, oder Verwaltungsaufgaben, wie beispielsweise die Abrechnung von kostenpflichtigen Einsätzen, runden das Aufgabenspektrum ab.

 

Katastrophenschutz in Mainz

Schnelleinsatzgruppen (SEG)

Seit Jahren sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen ein fester Bestandteil des Katastrophenschutzes in Mainz. Hier wirken neben der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk, die hierzu Kraft Gesetztes verpflichtet sind, auch Arbeiter Samariter Bund (ASB), Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter Unfallhilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) mit.

Zurzeit stellt ASB und JUH sowie DRK und MHD jeweils eine Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst (SEG-S). Eine SEG-S stellt eine Erstversorgung einer verletzten Person sicher, die sich z. B. während des Rosenmontagszuges oder des Gutenbergmarathons verletzt hat.

Weiterhin stellt die DLRG und das DRK jeweils eine Schnelleinsatzgruppe Betreuung (SEG-B). Eine SEG-B betreut und versorgt Personen, die – z. B. aufgrund eines Bombenfundes in eine Sporthalle – evakuiert werden mussten.

Das DRK stellt eine Schnelleinsatzgruppe Verpflegung (SEG-V) und versorgt die Einsatzkräfte mit Warm-/Kaltspeisen und Getränken z. B. während eines größeren Einsatzes.

 

Gruppe der Leitenden Notärzte (OLG) und der Organisatorischen Leiter (LNG)

Des Weiteren betreibt die Stadt Mainz gemeinsam mit dem Landkreis Mainz-Bingen eine Leitende Notarztgruppe (LNG) sowie eine Gruppe der Organisatorischen Leiter (OLG).

Der Leitende Notarzt (LNA) ist zuständig und verantwortlich für alle Leitungsaufgaben im medizinischen Bereich. Er hat alle medizinischen Maßnahmen am Schadensort zu leiten, zu koordinieren und zu überwachen. Der LNA ist im Rahmen seines medizinischen, der Organisatorische Leiter (OrgL) im Rahmen seines organisatorischen Auftrages gegenüber allen der Abschnittsleitung Gesundheit (ALG) unterstellten Einsatzkräften weisungsbefugt.

Der OrgL ist zuständig und verantwortlich für die gesamte organisatorische Abwicklung der Bewältigung von Schadensereignissen mit einer größeren Anzahl Verletzter, Erkrankter und/oder sonstiger Betroffener, unter Beachtung medizinischer Vorgaben des LNA.

 

Notfallseelsorge (NFSS)

Die Notfallseelsorge in Mainz ist ein Dienst der evangelischen und katholische Kirchen, die u. a. mit der Feuerwehr Mainz, den Hilfsorganisationen, dem Rettungsdienst sowie der Polizei zusammenarbeitet. Im Falle eines Schadensereignisse, bei dem Menschen psychischen Belastungen, z. B. als Betroffene oder als Einsatzkraft ausgesetzt sind, kann die Notfallseelsorge gerufen werden.

 

Technisches Hilfswerk (THW)

Der THW Ortsverband Mainz mit seinen 80 aktiven Helferinnen und Helfern gehen seit vielen Jahren Hand in Hand mit dem Katastrophenschutz Mainz. Die Helferinnen und Helfer arbeiten als Einsatzkräfte des Technischen Zuges oder der Fachgruppe Führung- und Kommunikation oder verrichten ihren Dienst als Mitglied des Ortsverbandstabes (OV-Stab).