Verbandsgemeinde Altenkirchen (Westerwald)

Im Norden von Rheinland-Pfalz liegt die rund 24.000 Einwohner zählende Verbandsgemeinde Altenkirchen (Westerwald). Sie wurde 1970 aus den früheren Verbandsgemeinden (vormals Bürgermeistereien und Ämter) Altenkirchen und Weyerbusch sowie den Ortsgemeinden Berod und Schöneberg gebildet und umfasst mit ihren 42 Ortsgemeinden ein insgesamt 15.381 ha großes Gebiet und gehört zum Landkreis Altenkirchen.

Der Bereich der heutigen Verbandsgemeinde war um 1900 überwiegend landwirtschaftlich strukturiert. In den 50er und 60er Jahren erfuhr diese Agrarstruktur durch die Aufgabe vieler landwirtschaftlicher Betriebe - vor allem Familienbetriebe - eine wesentliche Wandlung. Die in diesem Prozeß freiwerdenden Arbeitskräfte fanden zum Teil in der heimischen Industrie (Eisen-, Kunststoff- und Holzverarbeitung) sowie in Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetrieben andere Arbeitsplätze.

Mittelpunkt und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde ist die Kreisstadt Altenkirchen mit ihren ca. 6.500 Einwohner. Als voll ausgestattetes Mittelzentrum mit modernen Sportanlagen (Sportzentrum mit Stadion, Sporthallen und Hallenbad, Tennisplätze, Tennishalle, Reithalle, Kegelbahnen und Freizeitanlagen), Stadtpark ("Parc de Tarbes"), Tagungszentrum sowie Schulzentrum mit Gymnasium, Realschule und Hauptschule einschließlich angegliederten Orientierungsstufen hat die Kreisstadt Altenkirchen - die "Stadt im Grünen" - viel zu bieten. Die Kreisstadt ist außerdem Sitz verschiedener Behörden wie Amtsgericht, Arbeitsamt, Finanzamt und Kreisverwaltung. Das DRK Klinikum Westerwald ist Träger des Lukas-Krankenhauses in Altenkirchen. Fußgängerzone, leistungsfähige Einzelhandelsgeschäfte und moderne Gastronomie sowie Dienstleistungsbetriebe machen Altenkirchen zu einem beliebten Einkaufsziel und laden zum Aufenthalt und einem erlebnisreichen Urlaub ein.

Der Stadt wird eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung beigemessen; Altenkirchen ist voll ausgestattetes Mittelzentrum nach dem regionalen Raumordnungsplan Mittelrhein-Westerwald. Täglich erreichen den Raum Altenkirchen ca. 5.200 Einpendler. Etwa 600 Auspendler fahren täglich zu ihren Arbeitsstätten in das angrenzende Siegtal und in den Kölner Raum.

Das kulturelle Leben in der Verbandsgemeinde Altenkirchen hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Hauptsächlich die Kleinkunstbühne des "Kultur-/Jugendkulturbüros Haus Felsenkeller e.V." trägt mit ihrem Programm dazu bei, dass die Kultur in der Kreisstadt Altenkirchen nicht zu kurz kommt.

Die im Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden! Unser Dorf hat Zukunft!" preisgekrönte Gemeinde Weyerbusch (über 1.400 Einwohner) ist auf den Fremdenverkehr ausgerichtet. Hier setzte Friedrich Wilhelm Raiffeisenin den

Hungerjahren 1846/1847 als Bürgermeister sein großes soziales Werk in Gang. 1847 gründete er hier den "Brodverein" und legte damit den Grundstein für eine Idee, die um die Welt ging - die Genossenschaftsidee. Er lehrte so die Menschen, dass erfolgreiche Hilfe auf Dauer nur durch gemeinschaftliche Selbsthilfe wirksam sein kann: "Einer für alle, alle für einen." Das "Backhaus" sowie das neue Raiffeisenzentrum erinnern heute an die Gründung des „Weyerbuscher Brodvereins". Zum Gedenken an 150 Jahre "Brodverein" wurde 1997 das Raiffeisendenkmal in Weyerbusch offiziell eingeweiht.

Einblicke in die heimatliche Geschichte gibt auch ein Besuch der Museumsscheune in Gemeinde Helmenzen. Dieses heimatkundliche Museum versucht eine Stätte aufzubauen, in der das Erhaltenswerte gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Sehenswert ist auch die Gemeinde Mehren. Malerisch gibt sich hier der mit Fachwerkhäusern umstandene Ortskern. Im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden! Unser Dorf hat Zukunft!“ als schönstes Dorf in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet und zweimaliger Bundessieger, ist Mehren - auch das „Fachwerkdorf im Westerwald“ genannt - einen Besuch wert. Altehrwürdige Baudenkmäler sind die Kirchen in Almersbach, die Wehrkirche in Kircheib und die etwas jüngeren Kirchen von Mehren, Birnbach, Schöneberg und Hilgenroth.

Sehenswert ist auch die Gemeinde Mehren. Malerisch gibt sich hier der mit Fachwerkhäusern umstandene Ortskern. Im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden! Unser Dorf hat Zukunft!“ als schönstes Dorf in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet und zweimaliger Bundessieger, ist Mehren, auch das „Fachwerkdorf im Westerwald“ genannt, einen Besuch wert.

Altehrwürdige Baudenkmäler sind die Kirchen in Almersbach, die Wehrkirche in Kircheib und die etwas jüngeren Kirchen von Mehren, Birnbach, Schöneberg und Hilgenroth.

Die Verbandsgemeinde Altenkirchen verfügt über ein ausgebautes und markiertes Wander- und Radwegenetz. So ermöglicht unter anderem das landschaftlich reizvolle Mehrbachtal im Westen der Verbandsgemeinde und das zur "Kroppacher Schweiz" gehörige Nistertal bei Helmeroth im Nordosten individuelle und interessante (Themen-) Wanderungen. Der "Beulskopf", die höchste Erhebung (389 Meter ü. NN), liegt im Norden in der Ortsgemeinde Heupelzen. Hier wurde 1990 ein hölzerner Aussichtsturm - der "Raiffeisenturm" - mit einer Höhe von 35 m errichtet. Er bietet eine schöne Fernsicht über weite Teile des Westerwaldes.